Archiv für die Kategorie ‘04: Navigation & Angebote’

Der metaphorische Raum

28. April 2009
Eine unscharfe Übersicht zu:
Ordnungs- und Navigationsmodelle des Internets
von Prof. Dr. Joan K. Bleicher.

Ordnungsmodelle erleichtern den Umgang mit Medien, indem sie deren Komplexität reduzieren; so lassen sich die Angebote von Massenmedien z. B. durch die Einteilung nach Themen oder Genres strukturieren. Für das Internet als neuartiges Medium bieten sich in dieser Hinsicht zwei Möglichkeiten: Einerseits lassen sich etablierte Ordnungsmodelle auf Teilbereiche des WWW anwenden, jedoch unter Anpassung an die web-spezifischen Eigenschaften der entsprechenden Angebote – die zeitliche Ordnung für das Online-Fernsehen erübrigt sich, da alle Beiträge gleichzeitig verfügbar sind. Darüber hinaus lassen sich für das Medium Internet aber auch eigene Ordnungsmodelle entwickeln.

Als Repräsentation des Internet erweist sich das Raummodell als besonders geeignet („Cyberspace”). Dabei erleichtert die Vertrautheit mit sinnlichem Raum den Zugang zur Raumerfahrung des neuen Mediums. So lassen sich die Aspekte des WWW darstellen als

  • Kommunikationsräume, die soziale Interaktion mit weltweiter Reichweite und in neuen Formen bereit halten,
  • Interaktions- und Konsumräume, deren kommerzieller Wert je nach Besucherzahl und Werbewirksamkeit bewertet wird,
  • Informationsräume für Informationsspeicherung und -verbreitung ohne unmittelbares physikalisches Korrelat, in denen sich auch neue Inhaltsformen (z. B. user generated content) entwickeln,
  • Simulationsräume, die mediale Wirklichkeitsmodelle zur Verfügung stellen und Netzwerke des „realen” Lebens nachbilden und als
  • Kultur- und Spielräume, die den Besucher einerseits mit fiktiven Alternativwelten, anderseits mit Simulationen des synthetisch reproduzierten Alltags (Sims Online) herausfordern.

Der Zugang zu diesen Räumen erfolgt für den Nutzer häufig über Portale, die als Eintrittspforte ihre metaphorische Entsprechung in der Architektur, wie etwa dem Kirchenportal finden.

Ergänzend zum räumlichen Ordnungsmodell ermöglichen textorientierte Modelle das Verstehen des dem WWW zugrunde liegenden Hypertext: Im Internet ist Text nicht länger nur sequenzieller Informationsträger, sondern dient (über eine rein beschreibende Funktion hinaus) auch zur Vernetzung und multimedialen Erweiterung von Inhalten. Die Möglichkeit, sich vom linearen Textfluss zu lösen, wurde sogar als Grundlage für neue Schreibmodelle gesehen, in der Praxis stellt sich die Nutzung der assoziativen Eigenschaften von Hypertext bisher jedoch weniger spektakulär dar.

Für die Orientierung im weltweiten Datennetz stehen neben Supersites und den Portalen, die nach Themen oder anderen Kriterien vorsortierte Links anbieten, die Suchmaschinen als wichtiges Instrument. Sie übernehmen die Funktion des Bibliothekars oder des Redakteurs, der das enorme Informationsangebot filtert und dem Nutzer (scheinbar) nur das für seine Recherche relevante Material liefert. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass die Zuverlässigkeit von Suchmaschinen Grenzen hat: Das Überangebot an existierenden Websites, von denen 1999 alle Suchmaschinen zusammen weniger als die Hälfte verzeichnete, kommerzielle Interessen von Suchmaschinenbetreibern, was zu einem verzerrten Ranking von Suchergebnissen führen kann und die Schwierigkeit, alle Formen von Inhalten in geeignete Suchbegriffe zu übersetzen.

Ordnungs- und Navigationsmodelle des Internets

28. April 2009

Den Text zur Sitzung „Navigation und Angebote“ finde ich einfacher zu lesen, als die vorherigen, was wohl größtenteils daran liegt, dass das Thema schlichtweg interessanter ist.

Die massenhaften Angebote an Informationen, welche durch ständige Aktualisierung, durch die Schnelllebigkeit des Internets variiert, lassen sich durch Hypertexte ordnen und somit für den User leichter zu finden- gerade wenn sich der User thematisch orientnert. Es ist offensichtlich, dass das immense Angebot im Internet leicht dazu führt, dass der User den Überblick verliert- Ordnungsmodelle sind daher nötig. Wobei ein Nachteil natürlich sein könnte, dass Websitebetreiber durch gezielt gesetzte Verlinkungen/Hypertexte den Rezipienten in seiner Suche nach Informationen etc beeinflussen kann. Jedoch können vielerorts Links frei gewählt werden. Resultat ist eine individuelle Informationsbeschaffung.

Interessant ist, dass den Usern eine „bekannte“ Welt im Internet vorgetäuscht wird. Also dass virtuelle Räume, Kommunikation und sonstige Aktivitäten im Cyberspace nach dem „realen“ Leben benannt werden. Dies schafft eine Art Vertrautheit des Users gegenüber dem Internet. Vorallem die Kommunkation im Internet lässt ein virtuelles Gemeinschaftsgefühl entstehen, was viele User im realen Leben nicht haben. Jedoch entsteht immer öfter eine Art Verschmelzung der realen und der virtuellen Welt und somit wird die virtuelle Gemeinschaft für viele real und lebenswichtig.

Ordnungs und Navigationsmodelle des Internets

28. April 2009

Dieser Text handelt von verschiedenen Wegen, das Internet zu navigieren. Hypertext ist die Wörter in einem Text, die eine thematische, lineare Verbindung zu einer anderen Website geben. Ich fand es interessant, dass Medienwissenschaftler Analogien zwischen dem Angebotsspektrun des Internets und den Raumstrukturen von Shopping-Malls, Bibliotheken und Freizeitparks zeigen. Ein Beispiel ist die virtuelle Räume, wie ‘Second Life’, die den Charakter ‘eines Büros oder Betriebes, oder eines Einkaufzentrums’ haben.

Es gibt verschiedene Arte von Räumen in dem Internet. Kommunikationsräume sind, wie zum Beispiel, Emails, Foren und Chats. Kultur- und Spielräume haben ein grosses Einfluss auf die Nutzung traditioneller Kulturtechniken gehabt. Blogs sind sehr wichtig in dem Internet, weil die Leute über alles bloggen können. Spielräume bedeuten, dass die Grenzen von Literatur, Film, Theater immer schwächere sind. In diesen Räumen kann man eine neue Identität und auch ein neues Geschlecht bekommen.

Hypertexte haben auch einen neuen Textaufbau geschafft, der nichtlinear ist. Hypertexte ermöglichen NutzerInnen, andere Informationsangeboten sofort finden. Linguisten sehen Links ‘als Bindeglieder zwischen Informationseinheiten’. Sogenannten ‘Supersites’ sind auch wichtig in der Entwicklung des Internets. Hier werden Websites kategorisiert.

Suchmaschine verbinden alle Texten auf das Internet und haben ein Inhaltsverzeichnis gebildet. Ich habe nicht bis jetzt gewusst, dass es so viele verschiedene Arte von Suchmaschine gab. Katalog-Suchmaschinen verwenden ‘hierarchisch, strukturierter Schlagworte’, zum Beispiel Yahoo. Die beliebteste Index-Suchmaschine ist ‘Google’. ‘Excite’ oder ‘Smart’ Suchmaschinen suchen auch ‘Synonyme, Homonyme und Worte desselben Wortstammes’. Metasuchmaschinen suchen gleichzeitig viele verschiedene Suchmaschinen. Cookies sind nützlich für Unternehmen, weil sie das Konsumverhalten des Nutzers analysieren können. Natürlich gibt es einige Probleme mit der Suchmaschine, zum Beispiel es ist sehr schwierig komplexe Themen zu recherchieren, aber es ist möglich, wenn die Nutzer mehere Wörter, oder ‘and’ oder ‘or’ verwenden, die Qualität der Ergebnisse zu verbessern. Oft wird eine neue Website nur nach drei Monate erfasst. Ein anderes Problem ist, dass wenige Websites über ein mehrjähriges Archiv hat. Die Kommerzialisierung der Suchmaschine bedeutet, dass Websites, die mehr bezahlen, eine bessere ‘Ranking’ bekommen können.

Ich entschuldige mich, wenn meine Grammatik nicht so gut ist!

Der neue Text für Sitzung 4

23. April 2009

.. ist nun auf Agora (Material) online:

Ordnungs- und Navigationsmodelle des Internets (Joan Bleicher)

Viel Lesespaß und schöne Grüße!